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Zahnpflege: Zahnstein beim Hund


Pexels License: Matthias Zoomer

ZAHNSTEIN BEI HUNDEN

Nicht wenige Hunde sind von Zahnstein betroffen. Ich putze meiner Bonnie regelmäßig die Zähne und werde deshalb oft belächelt, teilweise sogar ausgelacht. Auch unter Hundehaltern kenne ich wenige, die ihren Hunden die Zähne putzen bzw. frühzeitig auf die Zahnhygiene ihrer Hunde achten – was ich ehrlich gesagt nicht verstehen kann. Denn die Pflege und Kontrolle von Zähnen ist bei Hunden genauso wichtig wie bei uns Menschen! Zahnstein kann zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität, sogar zu einer verkürzten Lebenszeit, unserer Hunde führen. Angefangen bei Schmerzen, Futterverweigerung und Abmagerung über chronische Entzündungen im Maul bis hin zu Herzmuskel- und Nierenentzündungen.


Pixabay License: brilobato

URSACHEN VON ZAHNSTEIN

Zahnstein entsteht durch Futterreste, Mineral-Kalk-Salze, Speichel und Keime. Je nach Veranlagung, Ernährung und Rasse bzw. anatomischen Besonderheiten (kurze Schnauzen, Zahn- und Kieferfehlstellungen) sind Hunde mehr oder weniger anfällig für die Bildung von Zahnstein. Zahnstein hat eine raue Oberfläche, wodurch mehr und mehr Zahnstein entsteht, der mit der Zeit immer härter und dicker wird. Meistens sind die Eckzähne (Fangzähne, Canini) und die Backenzähne (Molaren) von Zahnstein betroffen. Dieser bildet sich auch leider nicht nur an der Zahnoberfläche, sondern auch am Zahnrand unterhalb des Zahnfleisches (was man nicht sehen kann).


SYMPTOME VON ZAHNSTEIN

Man erkennt Zahnstein an harten, grün-gräulich oder braunen Belägen auf den Zähnen, meist an den Zahnhälsen. Durch die Bakterien haben die betroffenen Hunde einen recht unangenehmen Mundgeruch. Zusätzlich kann es auch zu Zahnfleischentzündungen und Parodontitis kommen. Am Zahnfleisch kann sich Blut und Eiter bilden; es können mit Eiter gefüllte Zahnfleischtaschen entstehen. Da dies Schmerzen verursacht, fressen die meisten betroffenen Hunde nicht mehr. In extremeren Fällen fallen die Zähne sogar aus.

BEHANDLUNG VON ZAHNSTEIN

Tierärzte können Zahnstein mechanisch mit speziellen Instrumenten oder auch mit hartem Ultraschall entfernen. Allerdings müssen die Hunde hierfür in Narkose gelegt werden, was leider immer mit Risiken verbunden ist.

Alternativ kann man mit einer speziellen Ultraschall-Zahnbürste seinem Hund bequem zu Hause die Zähne putzen – ohne die Gefahren einer Narkose. Seit einigen Jahren gibt es eine Zahnbürste auf dem Markt, die durch weichen Ultraschall Zahnstein entfernen und weitere Bildung vorbeugen kann. Da sie bis zu 12 mm tief in das Zahnfleisch eindringen kann, schützt diese Ultraschallzahnbürste gleichzeitig auch vor Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Maulgeruch und Zahnverlust.



KEINE WERBUNG


Dieser Beitrag soll keine Werbung für die eben genannte Ultraschallzahnbürste darstellen, weswegen ich den Namen auch nicht nenne. Viel wichtiger ist mir, dass die Zahnhygiene unserer Hunde ernstgenommen wird und nicht, wie ich leider oft mitbekomme, vernachlässigt wird. Einen alten, gesundheitlich eingeschränkten Hund legt man für eine reine Zahnsteinentfernung in der Regel nicht mehr in Narkose. Stattdessen sollte man frühzeitig, im jungen Alter, damit beginnen, Zahnstein zu entfernen und durch regelmäßige Pflege weitere Bildung von Zahnstein vorbeugen.

Meine Hündin Bonnie hatte Zahnstein und ich wollte sie nicht unter Narkose legen, da mir die Risiken hierbei einfach zu hoch sind (außerdem ist ihre Freundin in einer gewöhnlichen Narkose gestorben, weswegen ich hier noch mehr sensibilisiert bin). Ich entdeckte die Ultraschallzahnbürste für Hunde, habe sie mir gekauft (wie gesagt, keine Kooperation) und putze seit Monaten wöchentlich ihre Zähne. Das Ergebnis spricht für sich selbst:


Julie & Bonnie


FAZIT

Ich trainiere nicht nur leidenschaftlich gerne Hunde, ich tue auch alles, damit meine Bonnie ein gutes, gesundes und vor allem langes Leben hat. Eine gesunde Maulhygiene, die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Zähne ist eine entscheidende Maßnahme. Unbehandelter Zahnstein führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität unserer Hunde. Sie haben Schmerzen, verweigern ihr Futter, magern ab, ihr Maul und weitere Organe sind entzündet und sie leben entsprechend kürzer.

Um mehr über das Thema Zahnstein zu erfahren, habe ich einen Lehrgang besucht und bin nach gestriger abgeschlossener Prüfung eine zertifizierte Tierdentalhygienikerin. Demnächst werde ich Angebote für Zahnreinigungen anbieten. Heute wollte ich euch aber erst einmal den Tipp geben, auf die Zahnhygiene eurer Hunde zu achten, damit auch sie gesund und lange bei euch leben können.


Pixabay License: Meli1670

#Zahnstein #Zahnpflege #Zahnhygiene #Gesundheit