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Was ist Clickertraining?

"Click!"


Bei Bonnie und mir gibt es keine Spaziergänge oder Trainingseinheiten ohne dieses Wort. Draußen werde ich oft belächelt oder meine Hündin mitleidig angeschaut, weil ich immer wieder "click" rufe und dann freudig Leckerli durch die Gegend werfe. Nein, ich bin nicht verrückt. Und nein, mein Hund heißt nicht "Click". Stattdessen handelt es sich hierbei um ein Markersignal.

Was ist ein Clicker?


Ein Clicker ist ein Werkzeug, welches erwünschtes Verhalten des Hundes einfängt. Das Drücken auf den Knopf erzeugt ein metallisches Click-Clack (wie bei einem Knackfrosch) und teilt dem Hund eindeutig mit, dass er sich eine Belohnung verdient hat. Die typischen Clicker gibt es in jedem Fachgeschäft und auch online zu kaufen:*

Alternativ kann man auch ein einfaches Wort benutzen, wie zum Beispiel Click, Check, Top, Tip, Jep, Yes, Zack, usw. Wichtig ist bei der Wahl eines verbalen Markers, dass es kurz ist und nicht im Alltag vorkommt.

Warum einen Clicker benutzen?


Ein Clicker bzw. ein Markersignal hat viele Vorteile:


  • punktgenaue Bestätigung (max. innerhalb einer Sekunde)

  • klare Kommunikation (keine Missverständnisse)

  • das Geräusch ist immer gleich und verändert sich nicht

  • das Signal ist neutral und unpersönlich (d.h. auch weitere Bezugspersonen oder Trainer können es anwenden)

  • der Hund lernt in seinem eigenen Tempo und wird zu nichts gezwungen

  • der Hund steht nicht unter Druck

  • es entsteht eine entspannte Stimmung zwischen Mensch und Hund (da der Hund die Übungen gerne ausführt und entsprechend gerne lernt - im Vergleich zur klassischen Unterordnung)

  • es ist Training ohne Strafe

  • der Hund lernt Eigeninitiative, welche vom Menschen eingefangen und belohnt wird (insbesondere für Angsthunde ist dies von großer Bedeutung!)

"Der Clicker steht für wirkliche Zusammenarbeit, Teamwork"

(Heike Westedt)

Wie clickert man?


Zu Beginn erfolgt die klassische Konditionierung:

der Hund lernt das Markersignal und seine Bedeutung kennen, nämlich


Marker = Leckerli


Er wird so konditioniert, dass er ein Leckerli bekommt sobald das Markersignal ertönt. Hierfür muss kein bestimmtes Verhalten gezeigt werden - es geht lediglich darum, dies so oft zu wiederholen, bis der Hund bei dem Markersignal ein Leckerli erwartet.



Dann folgt die operante Konditionierung:

Der Hund wird nicht mehr wahllos geklickert, sondern nur noch bei erwünschtem Verhalten. So lernt er, den Marker (und somit die Belohnung) selbst hervorzurufen.


erwünschtes Verhalten = Marker = Belohnung



Auch wenn wir Menschen dies oft denken: Futter ist nicht immer die 'Nummer-Eins-Belohnung'. Je nach Situation ist etwas anderes viel belohnenswerter, wie zum Beispiel Buddeln, Rennen, Spielen, Sozialkontakte, Spielzeug, Suchspiele, usw.

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Übrigens...


Hunde sind nicht dumm. Sie registrieren jede noch so kleine Handbewegung in Richtung Futter noch bevor wir das Markersignal gesagt haben. Daher ist es wichtig, dass wir von Anfang an darauf achten, zuerst das Markersignal zu äußern und dann erst nach dem Futter zu greifen. Ansonsten verknüpft der Hund die Bewegung mit dem Futter und der Clicker selbst verliert an Bedeutung.

Wann clickert man?


Ich benutze das Markersignal täglich, mehrmals täglich. Der Marker wird nämlich nicht nur benutzt, um dem Hund neue Übungen beizubringen, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der alltäglichen Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Ich bringe meiner Hündin nicht jeden Tag ein neues Kunststück bei, sondern belohne (d.h. clicke) sie auch jedes Mal, wenn sie etwas richtig macht - eines unserer Grundkommandos wie "Sitz" ausführt, brav neben mir an der Leine läuft und auch in Problemsituationen, wie wenn es plötzlich knallt und sie nicht sofort die Flucht ergreift und stattdessen zu mir sieht.


Wenn ihr euch verclickert, d.h. das Markersignal zum falschen Zeitpunkt bzw. versehentlich gesagt/ausgelöst habt, bekommt der Hund trotzdem seine Belohnung. Schließlich ist das Signal ein konditioniertes Versprechen für eine Belohnung.

Fazit


Ein Markersignal ist ein Trainingswerkzeug, das dem Hund klar und punktgenau kommuniziert, dass es ein erwünschtes Verhalten gezeigt hat und sich eine Belohnung verdient hat. Es fördert die Beziehung zwischen Mensch und Hund, ist einfach anzuwenden und der Hund hat Spaß am Lernen.


Ein kleiner Tipp an diejenigen, die wie ich auch im Online Marketing Bereich arbeiten und häufig von Clicks (Klickzahlen) sprechen - überlegt euch zweimal, ob ihr Click als Signalwort verwendet, wenn euer Hund mit im Büro ist ;-)


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